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16Mar

Der Umgang mit dem Corona-Virus in unseren Einrichtungen

Wie ganz Deutschland ist natürlich auch die Bethanien Diakonissen-Stiftung von dem Corona-Virus und seinen Folgen betroffen. Da die Angebote unserer Einrichtungen sich besonders an kranke und ältere Menschen, an Kinder und Jugendliche, an suchtkranke Menschen sowie an trauernde Eltern richten, ist es für uns besonders wichtig, abzuwägen zwischen dem Risiko der Ansteckung und der Notwendigkeit der verschiedenen Hilfsangebote. Wir haben daher versucht, Kompromisse zu finden, mit denen wir den Menschen weiterhin helfen können, ohne sie und ihre Gesundheit zu gefährden.

Unsere Seelsorger wurden daher nicht komplett aus den Krankenhäusern und Pflegeheimen abgezogen, ihre Arbeit wurde jedoch auf Ausnahmefälle, wie beispielsweise die Sterbebegleitung eingegrenzt, um weiterhin seelischen Beistand in größter Not zu gewährleisten. Doch nicht nur die Patienten und Bewohner, sondern auch die besonders belasteten Mitarbeitenden in den Einrichtungen suchen aktuell verstärkt die seelische Unterstützung und die spirituellen Angebote der Seelsorge. Aus diesem Grund versuchen wir, regelmäßige Gottesdienste und Andachten als Video- oder Audioübertragung für alle Interessierten anzubieten und planen zusätzlich, eine Seelsorge-App für den Kontakt zu anderen Patienten und Seelsorgern zur Verfügung zu stellen. Für die Risikogruppe in den Pflegeheimen werden außerdem schriftliche Wege der Begleitung angeboten und kreative Lösungsmöglichkeiten für Zuspruch auch außerhalb des üblichen Kontakts gesucht.

Auch in der Begleitung von Sternenkind-Eltern wollen wir weiterhin für Menschen in Not da sein. Zwar werden wir auf Veranstaltungen mit großer Teilnehmerzahl in der nahen Zukunft verzichten. Dennoch gibt es für betroffene Familien die Möglichkeit, in akuten Notfällen persönliche Termine zu vereinbaren, bei denen auf besondere Hygiene und eine Desinfektion vor und nach der Begegnung geachtet wird. Außerdem bieten viele unserer Beratungsstellen telefonische Termine an, bei denen unsere Mitarbeitenden für ausführliche Gespräche zur Verfügung stehen.

Aufgrund des hohen Ansteckungsrisikos haben wir uns aus unserer gesellschaftlichen Verantwortung heraus entschieden, unsere Kinder- und Jugendzentren bis auf weiteres zu schließen. Wir sind uns dabei bewusst, dass unsere Einrichtungen für einzelne Kinder und Jugendliche ihr zweites oder sogar erstes Zuhause darstellen und stellen denn Mitarbeitenden daher frei, in solchen Notfällen Möglichkeiten zu finden, um Kontakt zu halten oder in Ausnahmefällen zeitweise Zuflucht zu gewähren.

Durch Erlasse der zuständigen Landesministerien müssen unsere Kindertagesstätten in NRW und Hessen ab Montag geschlossen bleiben. Das Betretungsverbot gilt vorläufig bis zum 19. April 2020. Wir müssen diesen Erlassen Folge leisten. Kinder, deren Eltern in besonderen Berufen tätig sind, dürfen in eine Notbetreuung. Dies sind Kinder von medizinisch tätigem Personal sowie von Eltern, die in Bereichen der öffentlichen Ordnung oder anderer wichtiger Infrastruktur arbeiten. Wie die Notbetreuung genau aussieht, wird von den Kommunen derzeit erarbeitet. Sobald wir mehr wissen, informieren wir die Eltern unserer betroffenen Kitas schnellstmöglich.

Möge es gelingen, die Verbreitung des Virus wenigstens zu verlangsamen. Wir hoffen und beten für eine schnelle Entwicklung eines wirksamen Medikaments, die Heilung der Kranken und die Stärkung aller, die in Krankenhäusern und Pflegeheimen mit dieser zusätzlichen großen Belastung und Unsicherheit für die Menschen da sind.

Corona-Virus