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24Nov

Kinder in die Mitte Berlin: Neue Bücher für mehr Diversität

Während des ersten Corona-Lockdowns haben unsere Kolleginnen vom Kinder- und Jugendzentrum Kinder in die Mitte die Zeit genutzt, um Räume umzugestalten und Spiele und Kleinigkeiten auszusortieren. Dabei der Blick besonders auf die Bücherecke, in der sich nun schon seit mehr als 20 Jahren Bücher ansammeln. Die meisten dieser Bücher erzählen zum Beispiel von weißen Mädchen in Kleidern oder von weißen Jungen, die nie Angst haben. Von Tieren in den uns bekannten und doch veralteten stereotypischen Rollenbildern…

Kinder in die Mitte ist ein offenes Kinderprojekt, in dem alle Kinder willkommen sind! Aber was passiert, wenn PoC (People of Color) unsere Einrichtung besuchen und ihnen nur Geschichten weißer Menschen begegnen? Umgeben von fast ausschließlich weißen Kindern. Wie offen sind wir, wenn wir nur Geschichten bieten, in denen Vater, Mutter und Kind die gut funktionierende Familie darstellen?

Wir möchten Diversität in unseren Einrichtungen leben und für mehr Offenheit, Toleranz und Vielfalt sorgen. Das fängt natürlich bei dem Miteinander an, dem gemeinsamen Spielen und den Gesprächen, die wir miteinander haben. Aber auch Phantasie und Geschichten beeinflussen, dass sich Kinder bei uns wohlfühlen, dass sie sich gesehen und gehört fühlen.

Durch die finanzielle Unterstützung des Freundeskreises „Kinder in die Mitte“ und die Koepjohann´sche Stiftung konnten einige Bücher besorgt werden, die Kinder in ihren unterschiedlichen Lebenswelten zeigen. Manche Kinder werden sich mit den Figuren in der Geschichte identifizieren können, für andere werden sie Fragen aufwerfen. Vielleicht finden einige Kinder die Geschichten auch blöd. Und das ist toll. Denn dann werden Prozesse bei den Kindern angestoßen, die durch Gespräche und gemeinsames Erleben unterstützt werden können.

Neue Bücher für die Bücherecke
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