Aktuelles

01Nov

Im Oktober fand eine weitere Abschiedsfeier und Bestattung für Sternenkinder unter Coronabedingungen statt. Geplant war die Veranstaltung in einer Feierhalle. Da die Anmeldungen jedoch deutlich über der erlaubten Teilnehmerzahl lagen, mussten neue Wege gefunden werden.

Das Team aus Trauerbegleiterinnen und einem Seelsorger entschloss sich für eine Abschiedsfeier im Freien, um den Coronabedingungen gerecht zu werden. Was anfangs als Notlösung schien, entpuppte sich als ein guter Weg; die vielen positiven Rückmeldungen der betroffenen Eltern bestätigten das.

Wie wichtig es ist, das Sternenkind zum Grab begleiten, zu einem Ort, der schön und ruhig daliegt und so auch etwas Frieden in die Seele bringen kann, das wurde allen dadurch noch einmal besonders deutlich. Auf dem Weg zum Grab pausierte der Dauerregen und ließ die Trauergemeinschaft in Ruhe Abschied nehmen.

Vorher war es allen Trauernden möglich, persönlich in der Feierhalle am kleinen Korbsarg innezuhalten. Der kleine Sarg, gebettet und geschmückt mit vielen bunten Herzen, stand auf einem Tisch, auf dem Boden ein Herz geformt aus Teelichtern in ihren farbenfrohen Glashaltern.

Eine Trauerbegleiterin las für jedes Paar und jede Familie einen kleinen Text vor - währenddessen konnten die Trauernden dort stehen, sich innerlich verabschieden, sich berühren lassen, weinen, der Musik lauschen und dem Text zuhören. Die Eltern brachten kleine Briefe und Grabbeigaben mit. Diese wurden ins Grab oder an die Seite gelegt, so dass viele farbenfrohe Blumengrüße, Steine mit Namen, Kerzen und sogar ein Bilderbuch auf dem verschlossenen Grab ihren Platz fanden. Alle Namen der Sternenkinder wurden vorgelesen, es wurde gesegnet und gebetet.

Die Beerdigung ist einer der wichtigsten Tage für die Eltern der kleinen, viel zu früh verstorbenen Sternenkinder. Denn viel mehr als ihre Kinder zu diesem Ort zu begleiten, bleibt den Eltern nicht.