Diakoniewerk Bethanien e.V.

Der Diakoniewerk Bethanien e.V. wurde am 8. Juni 1874 von vier Pastoren der heutigen Evangelisch-methodistischen Kirche untern dem Namen "Bethanien Verein für allgemeine Krankenpflege" mit Sitz in Frankfurt am Main gegründet.

Den Diakonissen-Gedanken der damaligen Zeit aufgreifend, sollte der Verein jungen Frauen die Möglichkeit geben, karitative Pflegearbeit an alten und kranken Menschen zu verrichten.

In den ersten Jahren wurden die Diakonissen in der Hauspflege eingesetzt. So wie heute ambulante Pflegedienste besuchten die Diakonissen die pflegebedürftigen Menschen und versorgten diese. Dabei war eine der Ideen, das begüterte Familien für die Pflege mehr bezahlen, so dass weniger begüterte Familien weniger oder gar nichts zu zahlen brauchten.

In den Folgejahren nahm die Zahl der Diakonissen immer weiter zu, der Verein legte erste bescheidene Grundlagen für die stationäre Versorgung durch die Einweihung einer Krankenheilanstalt im Jahr 1885. Ín diesem Gebäude waren sowohl die Diakonissen als auch 18 Patienten in 9 Zimmern und Operationssaal untergebracht. Das Gebäude war mit modernster Technik ausgestattet, so konnten die Patienten z.b. über den "Haustelegraphen" die diensthabende Schwester zu sich rufen.

Im Jahr 1908 wurde das Krankenhaus Bethanien im Prüfling in Frankfurt am Main eingeweiht, welches bis heute - mehrfach erweitert und modernisiert - als Belegkrankenhaus erfolgreich arbeitet.

Aus diesen eher kleinen Anfängen hat sich insbesondere durch das Werk der Diakonissen ein diakonisches Werk entwickelt, welches seine Umgebung an verschiedenen Standorten nachhaltig beeinflusst hat.

Heute hat das Diakoniewerk Bethanien immer noch Diakonissen als Vereinsmitglieder, die ihren Ruhestand genießen.